Die Stollenanlage "Kilianstollen" der 3. Kompanie (I/L 121) in Stellung 10 (bei Position ~ N47 37.883 E7 13.065) hatte eine Grundfläche von 150qm, eine Länge von 125 Meter und war belegbar mit 500 Mann.

Hier kam es am 18. März 1918 zu dem folgenschweren Unglück, als bei einem französischen Angriff 21 Soldaten vom 6. Reserve Infanterie Regiment 94 verschüttet wurden. Bis zum Jahr 2008 stand hier ein Gedenkstein zur Erinnerung an die Toten.

Nun wird hier eine Umgehungsstrasse gebaut. Man versuchte mit Baggern einen Zugang zum Stollen zu finden, aber leider erfolglos. Solche Stollenanlagen wurden damals mit einer Deckung (Tiefe) von mindestens 6 Metern gebaut. Vielleicht wurde nicht tief genug gegraben?

Update Mai 2010

Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Inzwischen wurde eine Unmenge Kriegsmaterial zu Tage befördert. Auch ein Unterstand, welcher vorher nicht sichtbar war, kam noch zum Vorschein. Nun wurde er entfernt da er offensichtlich den Strassenbau behinderte.
Ein Betonfundament war heute noch sichtbar. Vom Kilianstollen mit seinen Toten ist weiterhin nichts zu sehen.